Viele Emotionen, die wir in unserem Alltag unterdrücken, verschwinden nicht einfach. Sie bleiben im Körper gespeichert: als Anspannung im Kiefer, Druck im Brustkorb, Schwere im Bauch oder ständige Unruhe. Aktive Meditation kann helfen, diese festgehaltenen Emotionen behutsam in Bewegung zu bringen — ohne sie analysieren oder erklären zu müssen.
Wut bewegen, statt festhalten
Wut ist pure Lebensenergie, die sich staut, wenn wir sie nicht ausdrücken dürfen. Eine einfache Übung: Stelle dich hüftbreit hin und beginne, deine Arme kraftvoll nach unten zu schwingen — wie wenn du etwas aus deinem Körper hinausschieben würdest. Lass Geräusche zu, wenn sie kommen. Es geht nicht um Drama, sondern um Befreiung. Schon zwei Minuten reichen, um die innere Hitze in Fluss zu bringen.
Trauer fließen lassen, ohne einzubrechen
Trauer zeigt sich oft leiser: als Druck in der Brust oder ein Kloß im Hals. Eine sanfte Bewegungsübung kann helfen: Setze dich hin oder stelle dich aufrecht und beginne, deinen Oberkörper ganz langsam kreisend zu bewegen. Halte nichts fest. Lass den Atem schwerer werden, wenn er möchte. Vielleicht steigen Tränen auf — erlaube ihnen, zu kommen. Bewegung gibt der Trauer Raum, ohne dich zu überfluten.
Schütteln für emotionale Entladung
Wenn du nicht sicher bist, was du gerade fühlst, ist Schütteln ideal. Stelle dir vor, du schüttelst Schichten von Stress, Erwartungsdruck, alten Geschichten von dir ab. Beginne bei den Händen, gehe über die Arme, Schultern, Beine — bis dein ganzer Körper in Bewegung ist. Keine Regeln, kein richtig oder falsch. Nur Befreiung. Danach fühlst du dich oft klarer, leichter, mehr bei dir.
Warum das funktioniert
Emotionen sind nicht nur Gedanken — sie sind körperliche Zustände. Bewegung hilft, gespeicherte Energie abfließen zu lassen, das Nervensystem zu beruhigen und Raum zu schaffen für Selbstliebe, Klarheit und innere Stabilität.
Du musst nichts erzwingen. Dein Körper weiß genau, wie er heilen möchte, wenn du ihm erlaubst, sich zu bewegen.
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